Forschung / Zukunftsperspektiven
Der Trend, Erdwärme zunehmend zum Beheizen oder Kühlen von Wohn- und Arbeitsräumen zu nutzen, ist in diesen Dimensionen neu. Die Technik hat sich zwar seit den 70er Jahren deutlich verbessert, trotzdem wird natürlich an der eingesetzten Technik kontinuierlich weiter geforscht, um den Einsatz elektrischer Energie zu optimieren bzw. die Wirkungsgrade unterschiedlicher geothermischer Anlagen zu erhöhen. Das Wärmepumpen-Testzentrum Buchs (WPZ) führt beispielsweise umfassende Leistungsprüfungen neu entwickelter Wärmepumpen durch. Natürlich wird am Zusammenspiel zwischen Wärmepumpe und Wärmequelle grundlegend geforscht. Gerade hier bestehen gute Möglichkeiten, die Effizienz nachhaltig zu verbessern.
Ebenso betreiben Geologie- und Energiebüros wie die EBERHARD & Partner AG (Aarau) Grundlagenforschung in Sachen Geothermie. Die Arbeiten werden z. T. vom Bundesamt für Energie (BFE), aber auch vom Kanton Aargau und aus eigenen Mitteln finanziert. Drei Projekte sollen beispielhaft hier vorgestellt werden:
GWWP mit Rückgabe-Turbinierung
Geothermale EWS-Forschungsanlage Aarau
Überbohrte Kernbohrung für einen Kontrollpegel aus etwa 30 m Tiefe. Bei der Überbohrung wurde Wert darauf gelegt, das frühere Bohrloch möglichst genau zu treffen. Bereits in 30 m Tiefe liegt die grössere neue Bohrung bereits 50% neben der alten Kernbohrung. Für zukünfige Sanierungskonzepte (z. B. sanierungsbedürftige EWS-Anlagen) besteht hier noch weiterer Forschunsbedarf. [Bei der Gesteinsprobe handelt sich um einen Kalksandstein mit sekundären Ausfällungen von Eisen und Mangan. In die Reste der ersten Bohrung wurde eine Diamantkrone für Kernbohrungen eingebaut.]

